Holger Reise spricht im Seminar

30.01.2024 | Seminare: Politische Interessen erfolgreich vertreten

Verfassungsordnung und formale Verfahren sind nur eine Seite der Politik. Wer seine Interessen als Verband oder Unternehmen im politischen Raum erfolgreich vertreten will, muss auch die informellen Aspekte und Handlungslogiken in der Politik kennen: Welche Einflussfenster gibt es? Wie ticken politische Entscheider*innen? Wie gelingt die Kommunikation mit dieser Zielgruppe?

Zu diesen Fragen bieten wir 2024 wieder Seminare in Bayern und Berlin an. Im März findet das Seminar „Politische Interessen erfolgreich vertreten“ erstmals im Management Centrum Schloss Lautrach im bayerischen Schwaben statt. Im Mai und November wieder an der Quadriga Hochschule in Berlin:

Seminar „Politische Interessenvertretung“ mit Holger Reise – 19./20.3.2024 – MCSL, Lautrach/Bayern

Seminar „Politische Interessenvertretung“ mit Holger Reise – 23./24.5.2024 – Quadriga, Berlin

Wirksame Interessenvertretung muss strategisch angelegt sein. Im Seminar sprechen wir deshalb auch über Methoden der Strategieentwicklung und spielen sie an praktischen Beispielen durch. Weitere Themen sind unter anderem Koalitionsverträge und -verhandlungen, erfolgreiche Gesprächsführung mit politischen Entscheider*innen und rechtlichen Rahmenbedingungen wie das Lobbyregistergesetz.

Wenn Sie für in Ihrem Verband oder Unternehmen mehr Fortbildungsbedarf haben, kommen wir auch gerne zu Ihnen. In Inhouse-Seminaren schneiden wir Umfang und Themen genau auf die Bedürfnisse Ihres Teams zu. Melden Sie sich dazu gerne unter kontakt(at)blaupuls.de.

17.01.2024 | Kommunizieren zwischen Konflikt und Konsens

Ist unsere Gesellschaft zunehmend gespalten? Stehen sich da zwei unversöhnliche Lager gegenüber, die über Klimaschutz, Zuwanderung und Gendersterne streiten? Oder sind wir uns in grundsätzlichen Fragen doch ziemlich einig? Diese Fragen sind auch für Verbände und Vereine wichtig. Schließlich werden die Diskussionen auch in der eigenen Mitgliedschaft geführt. Und oft muss man als Organisation selbst zu gesellschaftlichen Streitfragen Stellung nehmen. Da hilft es zu wissen, wie die Menschen im Land tatsächlich ticken.

In der Weihnachtspause hatten wir endlich mal wieder mehr Zeit zum Lesen. Romane natürlich, ein Reiseführer war auch dabei, aber eine Lektüre hatten wir gemeinsam: „Triggerpunkte“, die Untersuchung über Konsens und Konflikt in unserer Gesellschaft von Steffen Mau, Thomas Lux und Linus Westheuser. Das Buch gibt Antworten auf die Frage, wie unterschiedliche Gruppen in unserer Gesellschaft auf die Themen Verteilung, Migration, Wertewandel und Klimaschutz blicken. Das zentrale Ergebnis: Es ist alles komplexer, als es oft dargestellt wird.

Es gibt keine Spaltung zwischen großen gesellschaftlichen Lagern, das belegen die Autoren sehr eindrücklich. In keiner der großen „Konflikt-Arenen“ gibt es ein einfaches Stadt gegen Land, Jung gegen Alt oder Ost gegen West. In vielen Fragen gibt es erstaunlich viel Konsens. Aber es gibt eine Vielzahl von Triggerpunkten, an denen Menschen schnell aneinandergeraten. Und genau diese Trigger werden von Akteur*innen genutzt, die ein Interesse an Polarisierung und Spaltung haben. Konflikt treibt Aufmerksamkeit – gerade auch in den Sozialen Medien.

Was nehmen wir also hiervon für unsere Arbeit mit? Weder bei der Führung von Organisationen noch bei der Verbändeberatung sollte man sich von oberflächlichen Zeitdiagnosen ins Bockshorn jagen lassen. Sondern genauer hinschauen und analysieren, welche Einstellungen, Vorbehalte und Ängste in der eigenen Zielgruppe tatsächlich bestehen. Nicht, um sich vor Konflikten zu drücken oder irgendjemandem nach dem Mund zu reden. Sondern um über umstrittene Themen so zu kommunizieren, dass man Kopf und Bauch der Menschen erreicht. Aus Verantwortung für die eigene Organisation – aber auch aus Verantwortung für Gesellschaft und Demokratie.

01.12.2023 | Blaupuls startet: Gemeinsam mehr bewegen

Unser gemeinsamer Weg begann vor mehr als 14 Jahren in Berlin, in einem Lokal am Landwehrkanal. Für fünf Jahre waren wir dann in München beruflich ein Team, als Generalsekretärin und Landesgeschäftsführer. Es ging um die Modernisierung einer Parteiorganisation, um Programmatik und Wahlkämpfe und um erfolgreiche Kampagnen zum Atomausstieg und zur Abschaffung der Studiengebühren.

Seitdem haben wir neun Jahre in unterschiedlichen Bereichen gearbeitet. Natascha Kohnen als Abgeordnete im Einsatz für Energiewende und Wohnungsbau. Als Problemlöserin im Dialog mit OBs, Bürgermeisterinnen und Verbänden. Die nebenbei in Berlin einen Koalitionsvertrag mit ausgehandelt hat. Holger Reise als Berater für Strategie und politische Kommunikation. Mit einem breiten Spektrum von Energiepolitik über Infrastruktur-Projekte bis zur Sozialpolitik.

Dabei haben wir beide die gleiche Erfahrung gemacht: Viele Verbände und Vereine wollen sich modernisieren, etwas verändern und mehr bewegen. Und gerade die kleineren finden bei großen Agenturen oft nicht die passende Beratung. Sie brauchen Hilfe zur Selbsthilfe statt Abhängigkeit von Dienstleistern. Und Menschen, die verstehen, wie demokratische Organisationen ticken und wie man Mitglieder einbindet.

Das war der Anstoß für Blaupuls: Unsere unterschiedlichen Stärken, Erfahrungen und Perspektiven zu bündeln. Unser Wissen über Verbände und Vereine, über Strukturen und Prozesse, über Dialog und Kommunikation zusammenzuwerfen. Und ein Beratungsangebot schaffen, das solchen Organisationen wirklich hilft. Denn wir sind uns sicher: Gemeinsam können wir mehr bewegen.