Verbände, Vereine und Unternehmen stehen immer wieder vor gesellschaftlichen, politischen oder wirtschaftlichen Herausforderungen. Dann ist meistens eine neue Strategie notwendig – oder zumindest ein Update der bestehenden. Und die entwickelt man nicht nebenbei. Dafür muss man sich Zeit nehmen und das Tagesgeschäft beiseite legen: Zum Beispiel in einer Klausurtagung oder einem ganztägigen Strategie-Workshop.
Diese Woche haben wir genau das mit Aufsichtsrat und Vorstand des Bayerischen Volkshochschulverbands gemacht. Mit Leiterinnen und Leitern von Volkshochschulen in ganz Bayern – von relativ kleinen bis ganz großen, mit unterschiedlichen Angebotspaletten, Strukturen und Herausforderungen. Diese Vielfalt ist in den Verbänden, mit denen wir arbeiten, eher die Regel als die Ausnahme. Es geht immer darum, Lösungen zu finden, die für alle Mitglieder funktionieren.
Eine Herausforderung, die alle Volkshochschulen betrifft – und die meisten anderen gemeinnützigen Organisationen, die wir beraten – ist die Krise der öffentlichen Haushalte. Und vor allem die Lage der kommunale Finanzen. Wer in dieser Situation die Basis für die eigene Arbeit sichern will, muss seine Interessen gegenüber der Politik auf allen Ebenen gut vertreten können. Und manchmal auch „out of the box“ denken.
Welche Konzepte der BVV im Detail entwickelt hat, wird hier nicht verraten. Aber der Strategie-Workshop, für den sich alle Beteiligten einen Tag Zeit nehmen, um an wichtigen Zukunftsfragen zu arbeiten, hat sich mal wieder bewährt. Eine externe Moderation ermöglicht es der Verbandsführung, die gewohnte Rolle zu verlassen. Und ein Blick von außen hilft dabei, bekannte Wege zu verlassen, Fragen anders zu stellen und neue Antworten zu finden. Am Ende stehen eine klare Strategie, eindeutige Prioritätensetzungen und realistische Handlungsschritte. Die Umsetzung braucht hinterher natürlich viel Kraft, aber mit einer Roadmap geht es leichter.
05.12.2025